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Kompaktes und prägnantes Lehrbuch: das Wichtigste über klinische Psychologie und psychische Störungen
Abgestimmt für Studierende: prüfungsrelevant und mit Anwendung von diagnost. Interviews und therapeut. Interventionen
Wissen und verstehen: gut verständlich lernst Du dadurch auch die differenzierte Beurteilung
Testen Sie Ihr Wissen mit Fragen und Antworten zum Buch in der Springer Nature Flashcards-App
Part of the book series: Angewandte Psychologie Kompakt (APK)
Psychische Störungen kompakt erklärt – praxisnah und verständlich.
Dieses Lehrbuch vermittelt das essenzielle Wissen, das Psychologiestudierende für Studium und Praxis benötigen: Definition und Erfassung psychischer Störungen, die wichtigsten Diagnosen, Verbreitung, Verläufe und Risikogruppen. Es zeigt bewährte Behandlungsansätze – von psychotherapeutischen und pharmakologischen Verfahren bis hin zu neueren Methoden wie transkranielle Magnetstimulation, Neurofeedback und Sporttherapie. Darüber hinaus bietet das Buch eine kritische Perspektive auf Risikofaktoren, die psychisches Wohlbefinden gefährden: ungesunde Lebensweisen, kritische Lebensereignisse und soziale Medien.
Dieses Lehrbuch zeichnet sich dadurch aus, dass es zusätzlich zu herkömmlichen Themen der klinischen Psychologie, wie Diagnostik, Epidemiologie und Therapie psychischer Störungen, einen kritischen Blick auf kontrovers diskutierte Themen wirft: die fortschreitende Medikalisierung psychosozialer Probleme, der biologische Reduktionismus in der ätiologischen Forschung und systematische Verzerrungen in der wissenschaftlichen Evaluation von Therapieverfahren. Kompakt, differenziert und praxisorientiert – ideal für alle, die psychologische Theorie mit realer Anwendung verbinden möchten.
Die Zielgruppen
- Psychologiestudierende (insbesondere an Fachhochschulen)
- Studierende im Zweitstudium mit Praxisfokus
- Lehrende in Psychologie und Gesundheitswissenschaften
- Praktiker/innen in Beratung und Therapie
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Diagnose | Die Diagnose beinhaltet die bewertende Zusammenfassung der Symptome einer untersuchten Person und resultiert idealerweise in der Feststellung der ursächlichen Pathologie, das heißt, der zugrunde liegenden Krankheit, welche die Behinderung der normalen körperlichen oder psychischen Funktionsweise verursacht. |
| Diagnostische Reliabilität | Die diagnostische Reliabilität misst die Übereinstimmung in der Diagnosestellung zwischen verschiedenen Fachpersonen, welche die gleiche Person diagnostisch abgeklärt haben. Diagnostische Reliabilität ist eine Voraussetzung für diagnostische Validität. Reliabilität bezeichnet, wie verlässlich eine Messung ist (d.h. wie genau misst das Messinstrument den gemessenen Gegenstand), wohingegen Validität kennzeichnet, wie gültig diese Messung ist (d.h. wie zutreffend misst das Messinstrument, was es zu messen beansprucht). Eine Messung, die nicht genau ist (reliabel), kann auch nicht gültig sein (valide). |
| Medikalisierung | Medikalisierung bedeutet, dass gewöhnliche körperliche oder psychische Zustände ohne zwingenden wissenschaftlichen Nach weis einer Pathologie zunehmend im Gegenstandsbereich der Medizin verortet werden. Dadurch werden viele gewöhnliche Phänomene, welche zuvor als normal galten, nun als krankhaft und behandlungsbedürftig erachtet (Aho, 2008; Conrad & Leiter, 2004). |
| Polygenetischer Wert | Werden die zahlreichen Genvarianten, welche unabhängig voneinander mit einer Störung assoziiert sind, als additive Effekte zusammengefasst, lässt sich damit beruhend auf Informationen aus riesigen Gen-Datenbanken ein sogenannter polygenetischer Wert berechnen (engl.: „polygenic score“). Dieser Wert impliziert mit zunehmender Höhe ein erhöhtes genetisches Risiko beziehungsweise eine genetische Vulnerabilität für psychische Störungen (Lewis & Vassos, 2022). |
| Psychische Störung | Eine psychische Störung ist eine schädliche psychische Dysfunktion. Dies bedeutet, dass psychische Funktionen ihre Aufgaben nicht mehr normal erfüllen und dass aufgrund der gestörten psychischen Prozesse individuelles Leid und/oder Beeinträchtigung entsteht. |