Klinische Psychologie (2026)
ISBN
978-3-662-72845-1

Inhaltsübersicht

 

Kapitel 1 – Einführung in die Klinische Psychologie

Kapitel 2 – Theoretische Grundlagen und Methoden zur Bestimmung psychischer Störungen

Kapitel 3 – Nosologie und Epidemiologie psychischer Störungen

Kapitel 4 – Ätiologie und Pathogenese psychischer Störungen

Kapitel 5 – Therapie und Prävention psychischer Störungen

 

Kapitel 1 – Einführung in die Klinische Psychologie

In diesem einführenden Kapitel werden der Gegenstandsbereich und der geschichtliche Hintergrund der Fachdisziplin klinische Psychologie beschrieben. Die klinische Psychologie ist der Teilbereich der Psychologie, der sich mit psychischen Störungen befasst. Als Fachdisziplin hat sie sowohl einen Grundlagen‐ als auch einen Anwendungsbereich. Im Grundlagenbereich trägt die klinische Psychologie zu einem besseren Verständnis von psychischen Störungen bei. Im Anwendungsbereich stellt sie Verfahren zur Behandlung und Vorbeugung von psychischen Störungen bereit. Die wichtigste Anwendung ist hierbei die Psychotherapie. Der Gegenstandsbereich der klinischen Psychologie überschneidet sich stark mit demjenigen der Psychiatrie. Letztere ist der Teilbereich der Medizin, der sich mit psychischen Störungen befasst. Die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede, als auch der historische Bezug, werden kurz erläutert.

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Kapitel 2 – Theoretische Grundlagen und Methoden zur Bestimmung psychischer Störungen

In diesem Kapitel wird ausgeführt, wie – beruhend auf dem medizinischen Modell in der klinischen Psychologie – die Konstrukte Symptom, Syndrom, Störung, Krankheit und Diagnose definiert werden. In diesem Kontext wird auch die Diagnostik als grundlegende Bestimmungsmethode genauer beschrieben. Danach wird erläutert, was die klinische Psychologie unter psychischen Erkrankungen versteht und wie der interdisziplinäre Fachbereich definiert, welche Personen psychisch krank sind und welche nicht. Es wird aufgezeigt, dass die Erfassung psychischer Störungen herausfordernd ist, da diese keine objektiv nachweisbaren körperlichen Pathologien beinhalten. Es folgen Erklärungen zu den psychiatrischen Diagnosemanualen und der formalen Einteilung psychischer Störungen. In diesem Kontext werden auch aktuelle Kontroversen um die klassifikatorische Diagnostik beleuchtet. Abschließend werden ausgewählte diagnostische Verfahren vorgestellt, die in der Psychotherapie praxisrelevant sind.

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Kapitel 3 – Nosologie und Epidemiologie psychischer Störungen

In diesem Kapitel wird das Klassifikationssystem psychischer Störungen nach ICD‐11 vorgestellt. Es werden alle Störungskategorien beschrieben und die wichtigsten Diagnosen innerhalb jeder Störungskategorie genannt. Die wichtigsten Störungskategorien und die Diagnosekriterien exemplarischer Störungen werden anschließend detailliert besprochen. Zusätzlich werden Angaben zur Epidemiologie der ausgewählten Störungen gemacht. Ausführlich besprochen wird die Diagnostik der Aufmerksamkeitsdefizit‐/Hyperaktivitätsstörung, der Autismus‐Spektrum‐Störung, der Schizophrenie, der depressiven Störung und der bipolaren Störung, der verschiedenen Angststörungen, der Zwangsstörung, der posttraumatischen Belastungsstörung und der Anpassungsstörung, der Essstörungen, der Störungen durch Substanzgebrauch und Verhaltenssüchte sowie der Persönlichkeitsstörung und zugehörige Persönlichkeitsmerkmale.

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Kapitel 4 – Ätiologie und Pathogenese psychischer Störungen

In diesem Kapitel werden die vermutete Ätiologie und Pathogenese von psychischen Störungen besprochen. Ausgangspunkt ist das biopsychosoziale Modell, welches die komplexen und dynamischen Interaktionen zwischen biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren unterstreicht. Kritisch diskutiert wird die reduktionistische Auffassung, dass psychische Störungen letztlich Gehirnerkrankungen darstellen. Diese Annahme wird kontrastiert mit den neurowissenschaftlichen Forschungsergebnissen, welche bisher keine neurobiologische Ätiologie nachweisen konnten. Weitere ätiologische Faktoren, die ausführlich besprochen werden, sind die genetische Vulnerabilität und das polygenetische Risiko, die biologischen Effekte ungesunder Lebensweisen sowie hormonelle Einflüsse, Missbrauchserfahrungen in der Kindheit und weitere soziokulturelle und ökonomische Risikofaktoren wie Arbeitslosigkeit, Arbeitsbeanspruchung und die problematische Nutzung sozialer Medien.

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Kapitel 5 – Therapie und Prävention psychischer Störungen

In diesem Kapitel werden die bedeutsamsten Therapieverfahren in der Behandlung psychischer Störungen erläutert. Im Vordergrund stehen die Psychotherapie und ihre grundlegenden Theorien und Modelle: die psychoanalytisch‐tiefenpsychologischen, die kognitiv‐verhaltenstherapeutischen, die humanistisch‐existenziellen und die systemischen Methoden. Ausführlich besprochen werden auch die Pharmakotherapie und die wichtigsten Wirkstoffklassen sowie neuromodulatorische Verfahren wie die Elektrokrampftherapie und die transkranielle Magnetstimulation. Abschließend wird die psychische Gesundheitsversorgung in westlichen Ländern umrissen und auf die Bedeutung der Prävention verwiesen. Um die psychische Gesundheit in der Gesamtbevölkerung zu verbessern, müssen zwingend die systemischen, gesellschaftlichen Ursachen psychischer Störungen bekämpft werden. Hierfür muss psychische Gesundheit breiter aufgefasst und weitere Disziplinen wie Pädagogik, Städteplanung und Sozialpolitik hinzugezogen werden.

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Alle Zusammenfassungen zum Download als pdf:

Die referenzierte Medienquelle fehlt und muss neu eingebettet werden.